Reisebloggerin und Thüringen-Liebhaberin Gundel Woite hat schon einiges erlebt und berichtet von ihren Abenteuern auf ihrem Blog Thoringi! Wir hatten die Möglichkeit, ihr einige Fragen zu stellen und wir wollen euch ihre Antworten natürlich nicht vorenthalten.

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1.) Neben deinen Reisen in ferne Länder scheint es dich auch oft in alle Gegenden Deutschlands zu ziehen. Glaubst du man kann in der Heimat genauso viel Neues entdecken wie im Ausland?
Mir fehlt leider die Zeit, um regelmäßig ausgedehnte Reisen zu machen. Trotzdem möchte ich, wann immer möglich, unterwegs sein und Neues entdecken. Gerade in meiner Heimat Thüringen gibt es immer tolle Feste, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen oder herrliche Natur zu erleben, die ich noch nicht kenne. Und das, obwohl ich ungefähr 20 Jahre hier wohne. Also unternehme ich viel und berichte darüber. Wenn wir uns ein wenig Zeit freischaufeln können, unternehmen wir sehr gern Städtereisen in Deutschland. Das heißt natürlich nicht, dass es mich nicht auch in die Ferne zieht, aber ich denke, dass auch in der näheren Umgebung noch vieles Unbekanntes entdeckt werden kann.

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2.) Was macht eine Reise für dich erfolgreich? Suchst du eher nach Erholung oder Abenteuer?
Abenteuer ist für mich eine Art Erholung. Wenn man aufregende Sachen macht, bekommt man den Kopf frei und füllt ihn statt mit Alltagsproblemen mit neuen Eindrücken. Ich könnte nie einfach eine Woche Strandurlaub machen, das wäre viel zu langweilig und dumm rumliegen kann ich auch Zuhause. Am liebsten kombiniere ich Städtereisen mit vielen Wanderungen, sodass man eine schöne Mischung aus Erkunden und Erholen hat.

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3.) Du schreibst auf deinem Blog, dass dich der Alltag oft einholt. Könntest du dir vorstellen, Reisen und Beruf zu verbinden?
Definitiv! Schon jetzt bringt Thoringi ein wenig ein, auch wenn ich bei Weitem nicht davon leben könnte. Ehrlich gesagt möchte ich diesen Anspruch auch an die Webseite nicht stellen, da hätte ich viel zu viel Angst, dass der Spaß und die Leichtigkeit verloren gehen.
Trotzdem plane ich in Zukunft Reisen zu meinem Beruf zu machen, allerdings „andersherum“. Ich möchte ein Hotel eröffnen, dann bin ich zwar nicht mehr so viel auf Achse, aber trotzdem den ganzen Tag von Urlaubern umgeben.

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4.) Angenommen du hättest zwei Wochen Zeit und 3000 Euro parat: Was würdest du mit Zeit und Geld anfangen?
Abgesehen von meiner Ecuadorreise bin ich aus Europa kaum raus gekommen. Sehr gern würde ich Thailand oder Bali erkunden, das reizt mich sehr. Aber auch Nepal steht weit oben auf meiner Liste, da reichen aber weder 3000 Euro noch zwei Wochen. Also würde ich mich in dem Fall für Skandinavien entscheiden, eine kleine Rundreise mit vier bis fünf Stopps.
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5.) Ich finde es klasse, dass du Ausrüstung und Reiseportale testest. Warum ist es dir wichtig, anderen Menschen darüber zu berichten?
Ich nehme gelegentlich unterschiedliche Portale unter die Lupe und suche, beispielsweise nach einem Hotel. Wie intuitiv finde ich mich zurecht, wie übersichtlich sind die Informationen, wie einfach kann ich meine Wünsche filtern. Man möchte eigentlich meinen, dass diese Dinge bei der Konzipierung eines Buchungsportals mit berücksichtigt werden, ist ja quasi das kleine Einmaleins im Online Business. Aber trotzdem erlebe ich oft Überraschungen. Thomas Cook zum Beispiel ordnet die Ergebnisse alphabetisch. Den Sinn dahinter verstehe ich nicht, mir ist doch egal ob ein Hotel mit „A“ beginnt oder nicht, ich will wissen welches das beste oder billigste ist. Die Ausrüstungstests haben einen anderen Hintergrund. Viele setzen Markennamen und hohen Preis mit Qualität gleich. Dass dem leider nicht so ist, musste ich zum Beispiel beim Kauf einer sehr teuren Jack Wolfskin Softshell Jacke feststellen. Da es schwierig ist, konkrete Mängel an so einer Ausrüstung schon im Laden festzustellen, habe ich den Fehlkauf erst beim Wandern gemerkt – die Jacke ist viel zu kurz, endet über den Nieren. Also habe ich 180€ aus dem Fenster geworfen. Vor ein paar Monaten habe ich mir für 20€ eine Noname Softshell Jacke gekauft und bin begeistert! Das heißt natürlich nicht pauschal, dass ich etwas gegen Marken-Ausrüstung habe. Bei mir steht nun aber die Funktionalität und die Qualität im Vordergrund und nicht der Name. Und deswegen berichte ich über meine Erfahrungen mit meiner Wanderausrüstung. Vor kurzem bin ich dann mit voller Wanderausrüstung unter die Dusche gestiegen, wie sonst soll ich die Wasserfestigkeit der Ausrüstung beweisen?

Wenn ihr ein paar Geschichten hinter den Bildern, die uns Gundel zur Verfügung gestellt hat, sehen wollt, dann besucht doch einfach mal ihren Blog.