Dieses Jahr habe ich mein Abitur erhalten und um dass zu ordentlich zu feiern, bin ich im Juli mit ein paar Freunden nach Kroatien gefahren. Und zwar ging es für uns nach Pula an der adriatischen Küste Kroatiens. Dort hatten wir ein Ferienhaus in Strandnähe gemietet, was leider kein Internet hatte, aber dafür einen Pool direkt vor der Tür.

Aber wir wollten ja nicht nur die ganze Zeit im Haus verbringen, deshalb zog es uns an den drei schönsten Tagen immer an den Natursteinstrand in Lungomare. Dort war das Wasser klar. Und weil es keinen Sand gab, blieb man auch davon verschont, den halben Strand in den Hosentaschen mit nach Hause zu nehmen. Wer hier baden gehen will, sollte allerdings Badeschuhe mitnehmen, denn neben Seeigeln gibt es hier auch einige scharfkantige Felsen im Wasser. Unser Schwimmring bekam diese am eigenen Leib zu spüren und ging verwundet zurück nach Deutschland.

Kulinarische Freuden zauberten wir uns meist selbst. Angetrieben vom Angebot des Marktes in Pula, wurden vor allem zwei Freundinnen von mir zu wahren Meisterköchinnen. Es gab Dorade vom Grill, Miesmuscheln in Weinsoße und Steaks. Viele der Zutaten bekam man sehr günstig vom Markt. Kroatien ist aber generell sehr günstig und ich hatte das Gefühl, dass es weniger offensichtliche Touristenfallen gab.

An zwei Tagen fuhren wir auch noch ein Stück weiter in andere Städte, um einen besseren Eindruck von Kroatien zu bekommen. Zuerst stand Rovinj auf der Liste. Das ist eine romantische kleine Stadt direkt an der Küste, die mit einer weitläufigen Promenade lockt. Dort gab es viele Bars und so genossen wir dort auch einen Cocktail direkt am Meer. Wer ein bisschen extra Kleingeld in der Tasche hat, der kann auch direkt am Wasser dinieren. Ist alles sehr romantisch, allerdings muss man damit rechnen, dass man von blöden Touristen (wie wir zum Beispiel) beim Essen beobachtet wird. In Rovinj herrschte übrigens um 23:00 Uhr immer noch reger Betrieb, der Lebensstil dort ist auf jeden Fall gelassener.

Ein anderes Gefühl vermittelte die ruhige Bergstadt Labin. Der Weg dort hin war sehr kurvig und steil und führte uns durch die tolle kroatische Landschaft. In Labin gab es dann einen wunderschönen Ausblick auf das Meer und jede Menge Möglichkeiten für uns, schöne neue Facebook-Profilbilder zu machen.
Wenn das nicht ein guter Urlaub ist, dann weiß ich auch nicht! Es war aber wirklich ein atemberaubend hübsches Örtchen und die Pizza, die wir uns am Ende des Besuchs dort gönnten, war so absolut lecker.

Mein Fazit also: Kroatien ist schön, entspannend, günstig, warm, lecker und romantisch. Ich kann jedem von euch dieses Land empfehlen und ich weiß, dass wir in unserem 7-tägigen Urlaub noch lange nicht alles gesehen haben, was Kroatien zu bieten hat. Wagt die Reise auch, Italien muss ja nicht immer sein.